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Der Gangl der Dinge Ah, es hat Freude gemacht, über Attersee einen Essay zu schreiben. Oder ein Bild vom Ringel Franz zu begehen. Oder sich vorzubereiten auf kleine Arbeiten über Adi Frohner und Patricia Karg. Aber was immer wieder extrem bewegte, waren die Zusammenkünfte mit Max Gangl, einem Kärntner, der gewissermaßen knarrend die Leiter bestieg, ein schwieriger Bursche, dessen Erfolg ich mir irgendwie schneller und schnalzender vorstellen möchte.
Es wird aber werden, der Gang der Dinge wird sich fromm und gerecht einpendeln, auch bei den Bildern. An diesen hänge ich besonders. Es ist ja kein Wunder, wenn ein großer Bildhauer auch ein großer Maler ist. Kreativität ist unteilbar. Wahrscheinlich könnte der Max auch gut komponieren, was ihm allerdings fremd ist. Wenn du unter einem Gangl-Bild einschläfst, erwachst du in der Früh vom eigenen Gesang. Ich werde mich mit dem Freund, der auf den Tag so alt ist wie ich, für ein paar Tage in seinem Steinbruch einschließen, für ein paar friedliche Schöpfungstage. Und wenn dann beim Land- geselchten Sehnsucht nach der liebsten Auslandsstadt aufkommt, schaue ich mir Gangls Portfolio "New York" an. Man muß den klugen Kunstliebhaberinnen und schönen Kunstliebhabern nicht erst erklären, daß da was Feines auf der Welt ist. Auch einige amerikanische Sammler haben gefunden, daß diese verschmitzten Bilder mit ihrer delikaten Farbigkeit nicht New York darstellen, aber New York sind. Kunst ist keine traurige Angelegenheit. Dies schon gar nicht. Man darf sagen: "Viel Vergnügen". Helmut A. Gansterer |